Energie für die Zukunft

Bundesrat und Parlament planen tiefgreifende Veränderungen der Energieversorgung in der Schweiz. Im Rahmen des Aktionsplanes «Koordinierte Energieforschung Schweiz» hat die KTI den Auftrag, den Aufbau von interuniversitär vernetzten Forschungskompetenzzentren, den Swiss Competence Centers for Energy Research (SCCER) zu finanzieren und zu steuern. Zudem erhält sie zusätzliche finanzielle Mittel für Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Energiebereich.

Die SCCER suchen Lösungen für die technischen, gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Energiewende. In sieben Aktionsfeldern wurden acht SCCER gegründet. Sie bieten Ihnen als Forscherin oder Forscher an einer Schweizer Forschungsinstitution oder als Schweizer Unternehmerin oder Unternehmer das ganze aktuelle Spektrum der Energie-Innovationskette an - von Grundlagenforschung über anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung bis zu den legalen, regulatorischen und Verhaltens-Aspekten. Zudem stellen sie Forschungsinfrastrukturen und viele Netzwerk-Möglichkeiten mit den wichtigsten Experten und dem Forschungsnachwuchs aus den jeweiligen Bereichen zur Verfügung.

Für die Ausführung dieses Auftrages stehen in der Phase von 2017 - 2020 CHF 120 Mio. für die KTI bereit. In der vorangegangenen Periode von 2013 - 2016 waren es CHF 72 Mio.

Mehr Mittel für herkömmliche F&E-Projekte im Energiebereich

Bis 2020 stehen zusätzlich zum regulären Förderbudget CHF 19 Mio. für F&E-Projekte im Energiebereich zur Verfügung. Es gelten die regulären Kriterien für KTI-Projekte. Mitgliedschaft in einem SCCER ist keine Bedingung.

Sieben Aktionsfelder - Acht SCCER

Alle SCCER explorieren und entwickeln Lösungen, welche marktfähig, d.h. skalierbar und gesellschaftlich akzeptierbar sind, und welche nahtlos von der Industrie übernommen werden können. Sie arbeiten in folgenden Aktionsfeldern:


Netze und ihre Komponenten, Energiesysteme
Der Fokus dieses Aktionsfeldes liegt auf elektrischen Netzen. Zentrale Themenbereiche sind neben ihrer Stabilität und der Versorgungssicherheit der Schweiz die Integration intermittierender erneuerbarer Stromquellen und Smart Grids ‒ auch hinsichtlich des Einbezugs entsprechender Speichertechnologien. Technologiebezogene Aspekte im Bereich der Energiespeicherung werden durch das SCCER Future Swiss Electrical Infrastructure (FURIES) abgedeckt:

Future Swiss Electrical Infrastructure


Speicherung
Wichtige Elemente der künftigen Energieversorgung sind: Speicherung von Wärme auf verschiedenen Temperaturniveaus, Speicherung elektrischer, chemischer und mechanischer Energie sowie deren Umwandlung in eine nutzbare Form. Wichtige Speichertechnologien sind Wasser-Pumpspeicher, Speicher von Kraftstoffen, elektrochemische Speicher, thermische Speicher, Wasserstofftechnologie. Dieses SCCER bündelt hier die Kompetenzen:

Heat & Electricity Storage: Materials, Systems and Modelling


Strombereitstellung
Die heutige Wasserkraftinfrastruktur stellt rund 55% der elektrischen Energie bereit und bietet attraktive Speichermöglichkeiten. Grosse Höhendifferenzen und genügend Niederschlag sind naturgegebene Vorteile der Schweiz. Technische Innovationen für bestehende und neue Wasserkraftanlagen sowie Mechanismen zur optimalen Regelung und Verknüpfung von Wasserhaushalt und Stromproduktion sind zu erarbeiten. Zudem gibt es grosse, brach liegende Geothermie- und Geospeicherpotenziale: tiefe Geothermie soll für elektrische Bandenergie erschlossen werden.

Supply of electricity


Ökonomie, Umwelt, Recht, Verhalten
Neben technologischen Innovationen erfordert die Energiewende viele institutionelle Innovationen in Politik und auf den Energiemärkten. Im Zentrum stehen Anpassungen ordnungspolitischer Rahmenbedingungen sowie angebots- und nachfrageseitig wirkende Anreizmechanismen. In diesem Aktionsfeld soll unter Einbezug eines breiten Spektrums sozialwissenschaftlicher Kompetenzen untersucht werden, welche gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Implikationen sich aus bestimmten institutionellen Strukturen und Anreizsystemen auf der Mikro-, Meso- und Makro-Ebene ergeben.

Competence Center for Research in Energy, Society and Transition
 


Effiziente Konzepte, Prozesse und Komponenten in der Mobilität
Für die Mobilität von Personen und den Transport von Gütern auf Strasse, Schiene und in der Luft werden in der Schweiz rund 34% des gesamten Energiebedarfs verwendet. Auf der Strasse und in der Luft werden vorwiegend fossile Treibstoffe genutzt, entsprechend hoch sind die CO2-Emissionen. In der Schweiz hat der Strassenverkehr das grösste Innovationspotenzial bezüglich Effizienz. Forschungsschwerpunkte sind u.a. effizientere Fahrzeugen, z.B. leichter gebaute, neue, deutlich leistungsfähigere elektrochemische Batterien mit einer hohen Betriebssicherheit als Kernthema in der Elektromobilität, ebenso wie neue urbane Konzepte zur Reduktion der erforderlichen Berufsmobilität.

Efficient Technologies and Systems for Mobility


Biomasse
Eine effiziente und breite Nutzung der Biomasse zur Bereitstellung erneuerbarer Energie setzt auf dem Markt eingeführte effiziente Nutzungstechnologien voraus. Ziel ist es, Biomasse so einzusetzen, dass die grösstmögliche Einsparung an nicht erneuerbaren Ressourcen bei kleinstmöglicher Umweltbelastung erreicht wird.
Forschungsschwerpunkte des SCCER sind die Bereitstellung und Anwendung von Biomasse; Biogas zur Strom- und Wärmeproduktion sowie Gasförmige und flüssige Energieträger aus Biomasse.

BIOmass for Swiss Energy Future

Weitere Informationen

Dokumente

Administration SCCER
Sie gehören einem SCCER an und suchen die Grundlagen für dessen Administration? Hier können Sie die Dokumente Auszahlungsbegehren und Antrag zur Personalanpassung herunterladen.

Wiederbewerbung der bestehenden SCCER
Die in den letzten Jahren aufgebauten Swiss Competence Centers for Energy Research SCCER konnten sich bis Ende März 2016 für weitere Fördermittel der kommenden Botschaftsperiode 2017-2020 bewerben. Die Details finden Sie im nachfolgenden Referenzdokument.

Ausschreibung SCCER 2013
Nachfolgend das Referenzdokument für die Ausschreibung der Energieforschungs-Kompetenzzentren "SCCER" gemäss Botschaft zum Aktionsplan "Koordinierte Energieforschung Schweiz - Massnahmen in den Jahren 2013 - 2016".

Aktionsplan "Koordinierte Energieforschung Schweiz"
Der Aufbau der SCCER ist Teil des "Aktionsplans Koordinierte Energieforschung Schweiz". Die KTI arbeitet dabei als federführende Organisation eng mit dem Schweizerischen Nationalfonds und dem Bundesamt für Energie zusammen.

Informationsflyer

Letzte Änderung 16.02.2017

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Kontakt

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Dr. Kathrin Kramer Förderprogramm Energie
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