Erfolgsgeschichten
Liste der Erfolgsgeschichten
Projektförderung
Löten statt nähen
Wundverschluss ohne Nähte und Klammern. Die Uni Bern und die Schaffhauser
Storz Endoskop Produktions GmbH haben ein Verfahren entwickelt, das Operationen
in der Bauchhöhle ohne Bauchschnitt möglich macht.
Die Screening-Millionäre
Ein grosser Schritt vorwärts: Eine neue Screening-Technologie ermöglicht es, eine Million
Bakterienkolonien pro Tag zu untersuchen. Wissenschaftler am ETH-Departement Biosysteme
in Basel entwickeln gemeinsam mit dem Spezialitätenchemiekonzern DSM die neue
Technologie. Sie ist 100 Mal schneller als herkömmliche Screening-Systeme.
Innovative Ideen realisieren, Projekte gemeinsam durchführen
Beispiele der Zusammenarbeit in KTI-Projekten zwischen ZHAW-Instituten und grow-Firmen.
Bohrungen, so dünn wie Haare
Die EU fordert feinere Bohrungen in Einspritzdüsen und damit umweltfreundlichere und
sparsamere Autos. Löcher mit den geforderten Eigenschaften können nur durch Erosion
erreicht werden. Der Schweizer Maschinenhersteller Posalux entwickelte zusammen mit der EPFL ein Zusatzmodul für Erodiermaschinen, das den Bohrprozess beschleunigt.
Der schlaue Weinberg
Die Rebkrankheit «Goldgelbe Vergilbung» verursacht jährlich Schäden an den Weinbaukulturen. Im Tessin entwickelt deshalb das Unternehmen Dolphin Engineering ein schlaues Wireless-Sensor-Netzwerk: Dank der ständigen Überwachung der Lufttemperatur sollen Weinbauern die Krankheit künftig effizienter bekämpfen können.
Elektrische Stimulation der Muskulatur
Muskelschmerzen können viele Ursachen haben. In vielen Fällen hilft Elektrostimulation. Bisher wurden dazu Elektroden wie Hautpflaster auf die schmerzende Körperstelle geklebt.
Neu ist die Idee, die die ETH Zürich und die EMPA zusammen mit der Compex Medical SA und der Bischoff Textil AG im Rahmen eines KTI-Projekts entwickelt haben: Mehrkanalige Elektroden werden in Textilien integriert. Damit sind neue Produkte denkbar wie Kleidungsstücke zur Schmerzbekämpfung oder Sportbekleidung, die muskuläre Verspannungen löst.
Charlotte oder Lady Felicia?
Kartoffeln garen unterschiedlich. Die einen kochen mehlig, die anderen bleiben fest. Nicht einmal alle Kartoffeln derselben Sorte haben das gleiche Kochverhalten. Deshalb nützen den Konsumentinnen und Konsumenten Packungsangaben häufig wenig.
In einem KTI-Projekt ermittelten Forschende der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft SHL die Faktoren, die für die Kocheigenschaften die zentrale Rolle spielen: der Stärkegehalt und der Genotyp. Damit wird es möglich, dass künftig genau das im Kartoffelbeutel ist, was darauf steht.
Bio-Kaviar vom Fuss des Lötschbergs
Bisher war Kaviar Synonym für Russland oder Iran. Doch die Schweiz kann seit kurzem mithalten: Beim Bohren des Lötschberg-Basistunnels stiessen Mineure auf warmes Wasser, das für die Züchtung des sibirischen Störs ideal ist. Im Rahmen eines KTI-Projekts prüften die Start-up-Firma Tropenhaus Frutigen AG und Forschende der Universität Bern, ob diese Fischart im Bergwasser tatsächlich gedeiht. Mittlerweile sind die importierten Jungfische prächtig gewachsen – und die kommerzielle Produktion der ersten 2 bis 3 Tonnen Kaviar aus dem Berner Oberland steht kurz bevor.
Barriques nun auch aus der Schweiz
Die Eiche gilt in der Schweiz als zweitrangige Baumart; ihr Potenzial wurde in den vergangenen Jahren kaum mehr genutzt. Am ehesten noch wussten Weinfreunde ihren Wert zu schätzen: In Barriques – kleinen Eichenfässern mit einem Fassungsvermögen von 225-228 Litern – ausgebaute Weine sind hoch geschätzt und begehrt. Bisher haben die Schweizer Weinproduzenten sämtliche Barriques aus Frankreich importiert. Im Rahmen eines KTI-Projekts entwickelten nun aber Forschende an der Ingenieurschule Changins der Fachhochschule Westschweiz mit Fachleuten aus den verschiedensten Bereichen Schweizer Barriques. Die erfreuliche Folge: Seit dem Winter 2007 kann Schweizer Wein mit der Marke "Terroir chêne" genossen werden.
Bakterien und Pilze im Einsatz gegen Umweltverschmutzung
Zusammen mit der Firma Infors AG hat der Biologe Trello Beffa von der Universität Neuenburg im Rahmen eines KTI-Projekts einen Bioreaktor und ein Verfahren entwickelt, um organische Abfälle zu behandeln.
Der Bioreaktor ermöglicht rasche und kostengünstige biologische Abbauverfahren. Sein Einsatzgebiet reicht von der Abwasserbehandlung über die Biosanierung von Böden in Deponien bis zur Dekontamination und zum Recycling von Abfallprodukten.
Ein Stadtentwicklungsprojekt von wegweisendem Charakter
Vernachlässigt fühlten sich die Bewohnerinnen und Bewohner des Winterthurer Stadtteils Töss. Verkehrs-, Integrations- und soziale Probleme begannen, das traditionsreiche Quartier immer stärker zu prägen. Die Stadtregierung von Winterthur nahm die Anliegen der Bevölkerung auf und beauftragte die Hochschule für Soziale Arbeit Zürich (HSSAZ), Projekte zur Aufwertung des Quartiers vorzuschlagen. Bei der Ausarbeitung von Lösungsvorschlägen bezogen die Forschenden, die von der KTI unterstützt wurden, die Quartierbevölkerung stark ein. Daraus entstanden 20 Projekte, welche die Stadt Winterthur nun fortlaufend umsetzt.
Garten Eden für ältere Menschen
Ältere Menschen, die in Heimen leben, halten sich selten mehr im Freien auf. Um auch für sie einen Anreiz zu schaffen, die Natur zu geniessen, entstand das KTI-Projekt "Therapeutische Gärten". Die Hochschule für Life Sciences Wädenswil schuf in Zusammenarbeit mit der Abteilung Landschaftsarchitektur der Hochschule für Technik Rapperswil im Alterszentrum Gibeleich in Opfikon eine Gartenlandschaft, die die älteren Menschen begeistert und die ihresgleichen sucht.
3D-Landschaftsgestaltung: schneller, umfassender, präziser
Das digitale Zeitalter hat auch in der Landschaftsplanung Einzug gehalten: Vermehrt werden Projekte digital bearbeitet. Bisher waren die Kosten dafür aber noch sehr hoch, und die Arbeitsabläufe benötigten viel Zeit.
Die Holcim Group Support Ltd. suchte für ein Projekt nach Partnern – und fand sie in den IT-Spezialisten der Landschaftsplanung an der Hochschule für Technik Rapperswil (HSR). Diese lancierten ein KTI-Projekt und gewannen mit der Leica Geoystems AG und der ViewTec Ltd. weitere Partner. Resultat ist ein digitaler Arbeitsablauf für Garten- und Landschaftsbau, der Zeit, Kosten und Aufwand spart.
Start-up-Förderung
Roboter die mitdenken
Das EPFL-Spin-off BlueBotics entwickelt autonome Roboter und Fahrzeuge, die Lagerregale füllen, die Marsoberfläche untersuchen oder Besucher an einer Messe betreuen. Das fehlende Know-how im kommerziellen Bereich holten sich die Ingenieure bei ihrem Coach der KTI.
Geschäft mit der Sonne
Mit flexiblen Photovoltaik-Modulen will das ETH-Spin-off Flisom den boomenden Solarstrommarkt aufrütteln. 2013 soll die kommerzielle Produktion starten. Obwohl technologisch an der Spitze, hat das junge Unternehmen Mühe, in der Schweiz Risikokapital zu generieren. Auftrieb bringt nun ein namhafter indischer Investor.
Erdöl- und Erdgasfunde dank innovativer Schweizer Technologie
Wo lohnen sich Erdöl- und Erdgasbohrungen? Diese Frage lässt sich künftig leichter beantworten, denn die KTI-Labelfirma Spectraseis AG hat eine neue Messmethode entwickelt. Ein Seismometer misst am Meeresboden Schwingungen im Untergrund. Dank einer neuartigen, hoch komplexen Auswertung der Daten kann dann festgestellt werden, ob und wo Erdöl- und Erdgasquellen lagern.
Für die Entwicklung dieser innovativen Methode gewann Spectraseis AG den World Oil Award 2007.
Mit dem KTI Start-up Label den Schönheitsmarkt erobern
Hautalterung bedeutet: mehr Falten. Wirksame Mittel zur Faltenglättung zu finden, ist seit jeher ein Ziel der ästhetischen Medizin. Die KTI-Labelfirma Anteis entdeckte nun eine neue Behandlungsmethode: Ihr Produkt Esthélis ist eine geleeartige Masse, die unter die Haut gespritzt wird und die Falten zum Verschwinden bringt.
Zu Beginn beschäftigte das Unternehmen sechs Personen. Heute ist es auf 50 Mitarbeitende angewachsen. Anteis investiert konsequent 20% ihres Umsatzes in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte.